Anfänge in der Antike
Sportwetten existieren seit es den Sport gibt. Schon immer waren profitorientierte aber auch risikofreudige Menschen an einer Wette interessiert. Seit der Antike wissen wir, das kleine Vermögen auf Sieg oder Niederlage eines Athleten, in der vagen Hoffnung auf unermesslichen Reichtum, gesetzt wurden.

Einst Schauplatz wilder Gladiatorenkämpfe und aufregender Wagenrennen: das Colosseum in Rom. Foto: flick by xiquinhosilva
Schon die alten Griechen wetteten rege auf ihre Olympioniken. Eingeführt während der 23. Olympiade im Jahre 676 v. Chr. in der Blütezeit des römischen Reiches ruinierten sich manche Veranstalter, aber ebenso zahlreiche Wetter.
Gesetzt wurde auf die Gladiatoren, wie lange diese durchhielten, oder wer wen mit dem Dreizack samt Netz bezwang. Ebenso wurde kurzfristig gesetzt, ob der Unterlegene am Leben blieb, oder im Staub der Arena augenblicklich sein Leben verlor.
Besonders beliebt waren die halsbrecherischen Wagenrennen, gezogen von Vierspännern, die im Circus Maximus ausgetragen wurden. Wer es sich leisten konnte, setzte ein Vermögen, aber auch weniger wohlhabende römische Bürger verwetteten oft während eines einzigen Rennens ein gesamtes Monatseinkommen.
England als Impulsgeber im Wettgeschäft

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in England viel auf Pferderennen gewettet. Foto: flickr by BANAMINE
Spätere Sportwetten wurden im England des 18. Jahrhunderts ausgetragen. Pferderennen waren hierbei sehr beliebt. Jedoch setzte man hier keineswegs auf Gewinn, sondern darauf, wie leistungsfähig ein Pferd war. Später setzten die jeweiligen Veranstalter Wetten auf den Ausgang der einzelnen Rennen ein. Dies diente jedoch zum Zwecke der Finanzierung der jeweiligen Veranstaltung.
Im Jahre 1810 gelangte die englische Art zu wetten auch nach Deutschland. Erstmals wurde ein Galopprennen veranstaltet, das diese Form zum Vorbild nahm.
Später folgten Fußballwetten aus dem Mutterland des Fußballs. Diese wurde 1921 in England eingeführt. Deutschland übernahm dieses System, das Toto genannt wurde, nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs erstmalig. Diese Einnahmen dienten der Finanzierung des deutschen Sports. Daher wurden diese Wetten auch staatlich organisiert, was lange Zeit in einem Monopol resultierte.
Private Anbieter professionalisieren und erobern den Markt
Die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg formulierten erste hinweisende Regelungen, wie Sportwetten formell gehandhabt werden. Baden-Württemberg schuf die Grundlage für ein entsprechendes Gesetz. Der staatliche Anbieter Oddset, der 1999 ins Leben gerufen wurde, möchte interessierten Bürgern eine sichere Form des Glückspiels bieten.
Jedoch drängen zahlreiche private Anbieter auf diesen Markt, die sich auf das Recht der Europäischen Union stützen. Diese erweitern ständig die angebotenen Möglichkeiten zu Wetten und treiben auch die technische Entwicklung im Internet voran. So kann in heutiger Zeit auf hunderte von Live-Ereignissen zu jeder Tag und Nachtzeit getippt werden, teilweise ergänzt durch Live-Videoübertragungen.
Ausblick
Die technische Entwicklung schreitet stetig voran, vor allem die Online-Angebot werden immer ausgereifter und im Bereich der mobilen Teilnahme über Smartphones sind noch einige Quantensprünge zu erwarten.
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